Wir, Helena und Tobias.

Im Weltraum entführt.

Nur weg. Teil 2

Ihre Erzieherin sucht sie und ruft nach ihnen: „Tobias, Helena wo seid ihr?“ Sie antworten nicht. Nach einiger Zeit kommt Anna schimpfend an. „Warum antwortet ihr nicht, und was tut ihr da?“ Sie grinsen, sieht man das nicht, wir machen Picknick. „Ihr sollt doch nicht zwischendurch was essen, wo habt ihr das her?“ Die Kinder sagen nichts und essen weiter.

Sie wird wütend und schlägt Tobias. „Sag mir sofort, wer euch die Sachen gegeben hat, aber dalli, dalli. Die hab ich aus der Küche stibitzt, ist doch genug da.

„Das ist ja noch schöner, hört sofort auf und kommt mit, ihr habt Hausarrest.“ Die Kinder lachen verlegen und essen noch den letzten Bissen, den sie in der Hand haben auf. Packen die Reste nervös in den Korb und bringen ihn zur Küche. Als sie den Korb abstellen hält Tobias den Finger vor den Mund, Sie soll nichts sagen, damit sie nicht auch noch ärger bekommt.

Die Erzieherin schimpft „Geht jetzt sofort auf euer Zimmer, morgen um acht Uhr kommt der Wagen und bringt euch ins Internat, also Marsch. Ihr müsst früh aufstehen, sonst bekommt Ihr kein Frühstück. Zum Abendessen gibt's nichts, Ihr habt schon gegessen.“

Tobias meckert: „Es ist doch noch viel zu früh um Schlafen zu gehen.“ „Es ist nicht zu früh, marsch, marsch ins Bett.“ Tobias mosert weiter, weil er nicht will, dass jemand auf die Idee kommt, dass, was nicht stimmt. Als sie im Zimmer sind wird die Tür hinter ihnen abgeschlossen und sie hören wie sie geht.

Zu blöd auch, jetzt kommen wir nicht weg, was machen wir nur. Es versucht die Tür zu öffnen, aber sie ist abgeschlossen und geht auch mit Gewalt nicht auf.

Da erinnert er sich an eine Geschichte die er gelesen hat. Da war auch ein Junge eingeschlossen und der Schlüssel steckte von draußen in der Tür. Mal sehen ob der Schlüssel steckt, dann komm ich hier raus.

Er hat Glück, der Schlüssel steckt. Er schiebt einen Zettel unter die Tür und sucht einen Gegenstand, mit dem er den Schlüssel aus dem Schloss bekommt. Das ist aber nicht so einfach, Stifte, Münzen, und noch so Verschiedenes, aber nichts was er brauchen kann. Draht wie der Junge in der Geschichte hat er nicht.

So sucht er weiter und findet endlich etwas, dass er so verbiegen kann, dass es ins Schoss passt. Damit stochert er im Schloss rum, endlich fällt der Schlüssel aus dem Schloss. Aber was für ein Pech, er kann den Schlüssel nicht ins Zimmer ziehen. Der Schlitz unter der Tür ist zu eng.

Verzweifelt sitzt er da und grübelt, da hört er die Stimme von Helena vor der Tür. „Ich schließe jetzt die Tür auf, dann kannst du raus und wir hauen ab.“ Er hört wie der Schlüssel reingesteckt und umgedreht wird. Wie die Tür sich öffnet, kommt Helena herein und lacht ihn an. Erleichtert fällt er ihr um den Hals und fragt leise: Wie bist du den aus deinem Zimmer gekommen.

„Ganz einfach du hast mir doch die Geschichte von dem Jungen erzählt der eingeschlossen war. Da hab ich meine Haarnadel genommen und den Schlüssel aus dem Schloss gestoßen. Dann hab ich den Schlüssel genommen, den du mir mal besorgt hast und die Tür aufgeschlossen.

Gut, das ich den Schlüssel hab, der war mir schon öfter nützlich, um L.L. nicht in mein Zimmer zu lassen.

Wir müssen aufpassen, du gehst besser wieder in dein Zimmer, es ist noch zu früh abzuhauen. Wenn die merken, dass wir nicht auf unsere Zimmer sind, gibt es Ärger und den können wir nicht brauchen. Tobias nimmt seinen Zimmerschlüssel und Helena geht wieder auf ihr Zimmer. Sie schließen ihre Zimmer wieder ab. Soll ja keiner merken, dass sie jederzeit raus können. Tobias stellt befriedigt seinen Wecker, nimmt ein Abenteuerbuch und liest. Das Ende will ich doch unbedingt noch wissen und mitnehmen will ich es nicht. Helena ist zu nervös und kann nicht einschlafen. Sie legt sich zwar hin, rollt sich aber immer wieder von einer seite auf die andere. Sie denkt immer an die Flucht und was dabei passieren kann, aber sie schläft trotzdem bald ein.

Um zehn Uhr klingelt der Wecker bei Tobias und schreckt verschreckt auf und stellt ihn durch einen heftigen Schlag aus. Dann steht er leise auf und zieht sich an. Verlässt vorsichtoig sein zimmer und schlisst hinter sich ab. Geht zu Helena und öffnet mit dem Zweitschlüssel ihre Tür und weckt sie. Ein Glück, das Helena ihm den zweiten Schlüssel gegeben hat. Sonst wäre er nicht reingekommen und Krach wollte er nicht machen. Helena schreckt nervös auf und fragt: Was ist los, ach ja, wir wollen doch ausreißen. Sie steht verschlafen auf auf und zieht sich leise an. Dann öffnet Tobias vorsichtig die Tür und schaut durch den Spalt, ob die Luft rein ist.

Da sieht er Anna ins Zimmer von L.L. schlüpfen. Ah denkt er, seine Frauchen ist nicht da, und jetzt vergnügen die beiden sich. Was für ein Filou (Flegel). Da warten wir besser noch ein bisschen, bis sie so beschäftigt sind, dass die nichts mehr merken.

Tobias erzählt Helena mit zappligen Händen, was er gesehen hat. Sie beschließen noch eine halbe Stunde zu warten, und dann heimlich aus dem Haus zu schleichen. Leise unterhalten sie sich und überlegen, ob sie was vergessen haben. Helena meint lass uns noch etwas zu trinken mitnehmen, ich glaube in der Küche steht noch eine Flasche Saft.

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